Bertold Hock

Prof. Dr. rer. nat.

Ehemaliger Ordinarius für Zellbiologie
TUM School of Life Sciences

geb. 19.09.1939

hock(at)tum.de
Curriculum Vitae
Publikationen

Wissenschaftliche Arbeit

Bertold Hock leitete von 1978 bis 2001 den Lehrstuhl für Botanik und von 2002 bis 2006 den Lehrstuhl für Zellbiologie an der TU München. Er wurde durch seine Forschungen zum immunologischen Nachweis niedermolekularer Substanzen international bekannt. Im Zentrum seiner Arbeiten standen Immunoassays zum Nachweis von Pflanzenschutzmitteln und Toxinen. Dabei konnten Nachweisgrenzen unter 10 ng/L, im Fall von Atrazin sogar bei 1 ng/L, erreicht werden. Sein Hybridom-Labor zur Gewinnung monoklonaler Antikörper stand auch Studierenden und Postdocs aus der ganzen Welt offen. Besonderes Aufsehen erregten seine Untersuchungen an rekombinanten Rezeptoren zum Nachweis endokriner Substanzen, die besondere Umweltprobleme verursachen.

Weiterhin forschte Hock auf dem Gebiet der Schwerkraft-Perzeption von Hutpilzen. Entscheidende Fortschritte wurden durch Experimente in Schwerelosigkeit erzielt, die bei einem Raumflug auf der D2-Mission im Jahr 1992 von den Astronauten durchgeführt wurden.

In den Jahren von 1990 bis 1992 war Hock Dekan der Fakultät für Landwirtschaft und Gartenbau und in den Jahren von 2004 bis 2006 Dekan des Wissenschaftszentrums Weihenstephan (seit 2021: TUM School of Life Sciences). Auch nach seiner aktiven Zeit als Professor engagiert er sich in vielfältiger Weise für die TU München, wobei ihm die Nachwuchsförderung besonders am Herzen liegt. Als „TUM Emeritus of Excellence“ und Beauftragter des Präsidenten für die „TUM: Junge Akademie“ ab 2010, zu deren Ehrenmitglied er 2013 ernannt wurde, begeistert, begleitet und fördert er bis heute junge Talente.

 

Kurzbiographie

1958 – 1962 Studium der Biologie und Chemie, TH Stuttgart, Universität Freiburg;
Diplomabschluss im Fach Biologie
1964 Diplom im Fach Biologie, Universität Freiburg
1965 Promotion im Fach Biologie, Universität Freiburg
1965 – 1967 Forschungsaufenthalt als Postdoc, Purdue University, USA
1967 – 1970 Wissenschaftlicher Assistent, Universität Tübingen
1970 Habilitation für das Fach Biologie, Universität Tübingen
1970 – 1978 Professor für Biochemie der Morphogenese, Ruhr-Universität Bochum
1978 – 2001 Ordinarius für Botanik, Fakultät für Landwirtschaft und Gartenbau, TU München
2002 – 2006 Ordinarius für Zellbiologie am Wissenschaftszentrum Weihenstephan, TU München

 

Mitgliedschaften und Auszeichnungen

Vorsitzender der Münchner Arbeitsgemeinschaft „Luftschadstoffe“ im Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit (GSF) (1992-1998)

Sprecher der Arbeitskreise „Immunoassays for the Detection of Pesticides“ bei der Gesellschaft deutscher Chemiker (GDCh) (1992-1998) und beim Deutschen Institut für Normung (DIN), Normenausschuss Wasserwesen (1992-1998)

Sprecher des Arbeitskreises „Standardization of Immunoassays for Pesticides“ bei der International Organization for Standardization (ISO) (1992-1998)

Sprecher der DFG-Forschergruppe „Immunoassays für den Nachweis von Pestiziden“ (1988-1993)

Sprecher des Arbeitskreises „Wirkungsbezogene Analytik“ bei der GDCh (1998-2002)

Sprecher des Arbeitskreises „Endokrine Wirkungen“ im Deutschen Institut für Normung (DIN) (1998-2006)

Beauftragter des TUM-Präsidenten für das Programm "Erfahrene Wege in die Forschung" und dessen Nachfolgeprogramm "TUM: Junge Akademie" (ab 2010), Mitglied des Advisory Board (2010-2013) und Vorsitz (2011-2012); Ernennung zum Ehrenmitglied der "TUM: Jungen Akademie" (2013)

Supervisor für Projekte von Studierendengruppen innerhalb der "TUM: Jungen Akademie" (2010, 2014, 2019)

Honorary Professor des Amity Institue of Microbial Technology, Amity University / Indien (2021)


Erläuterungen zu Preisen und Ehrungen finden Sie hier (pdf-Datei zum Herunterladen 251 KB).

 

Forschungsprojekte

DFG-Forschungsprojekt Klonierung und Sequenzierung von glyoxysomaler und mitochondrialer Malat-Dehydrogenase aus Wassermelonen (1982-1987)

DFG-Forschungsprojekt Serologischer Nachweis von Pestiziden und deren Metaboliten im Wasserkreislauf (1988-1992)

DFG-Forschungsprojekt Quantitative Bestimmung nicht-extrahierbarer Triazinrückstände in refraktären organischen Säuren aus Gewässern mit Hilfe des ELISA (Schwerpunktprogramm) (1993-1998)

EU-Forschungsprojekt EDEN, Endocrine disruptors: Exploring Novel Endpoints, Exposure, Low-dose- and Mixture-Effects in Humans, Aquatic Wildlife and Laboratory Animals (2002–2007)

EU-Forschungsprojekt Imagemo, Development of a Capacitance Based Immunodetection Analyzer for the Assay of Genetically Modified Organisms in Food (2002–2007)

EU-Forschungsprojekt ELISHA, Electro-Immunointerfaces and Surface Nanobiotechnology: A Heterodoxical Approach (2003-2008)

 

Forschungsaufenthalte

Postdoc, Purdue University, USA (1965-1967)

Washington State University, Pullman, USA (1984)

Department of Microbiology, Jawaharlal Nehru University, New Delhi, Indien (1991)