Ombudswesen & wissenschaftliche Integrität
Wissenschaftliche Erfahrung und Unabhängigkeit im Dienst der TUM
Seit Einrichtung der zentralen Ombudsfunktion im Jahr 2011 übernehmen TUM Emeriti of Excellence (EoE) kontinuierlich Verantwortung für die Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis an der TUM. Wissenschaftliche Erfahrung und Reputation, umfassende Kenntnis des Wissenschaftssystems und persönliche Unabhängigkeit bilden besondere Voraussetzungen für diese sensible Vertrauensfunktion.
Die Ombudspersonen für gute wissenschaftliche Praxis beraten Wissenschaftler vertraulich bei Fragen zur guten wissenschaftlichen Praxis und in Verdachtsfällen wissenschaftlichen Fehlverhaltens. Sie prüfen Hinweise und tragen, soweit möglich, zur lösungsorientierten Konfliktvermittlung bei. Die TUM-Satzung sieht für diese Aufgabe Wissenschaftler mit Leitungserfahrung vor.
EoE im Ombudswesen für gute wissenschaftliche Praxis
Seit Einrichtung der ersten zentralen Ombudsfunktion im Jahr 2011 wird das Ombudswesen an der TUM maßgeblich von erfahrenen Wissenschaftlern aus dem Kreis der TUM Emeriti of Excellence getragen.
Den Anfang machte 2011 Prof. Georg Färber; Dr. Eva Sandmann war von 2011 bis 2016 stellvertretende Ombudsperson. Auf Prof. Georg Färber folgten Prof. Joachim Heinzl und Prof. Angelika Görg sowie anschließend Prof. Heiner Bubb, dessen Stellvertreterin von 2019 bis 2022 Petra Marzin war. Seit 2022 nehmen Prof. Kristina Reiss und Prof. Wolfgang Domcke die Ombudsfunktion für gute wissenschaftliche Praxis wahr. Ihre zweite dreijährige Amtszeit begann am 1. August 2025.
„Vertrauen steht an erster Stelle“ – Interview mit Prof. Georg Färber und Dr. Eva Sandmann
„Die wichtigste Grundlage unserer Arbeit ist Vertrauen“ – Interview mit Prof. Kristina Reiss
In der TUM-Satzung verankert
Die besondere Rolle der Emeriti of Excellence im Ombudswesen ist über viele Jahre gewachsen und heute auch in der geltenden TUM-Satzung verankert. Als Ombudspersonen für gute wissenschaftliche Praxis sind in der Regel Wissenschaftler mit Leitungserfahrung vorgesehen, vorzugsweise aus dem Kreis der TUM Emeriti of Excellence. Die Ombudspersonen gehören dem TUM Compliance Office an und werden dort professionell unterstützt.
Erika Schropp begleitet die Ombudsarbeit seit vielen Jahren und war bereits während ihrer Tätigkeit als Referentin der Emeriti of Excellence in diesen Bereich eingebunden. Heute ist sie Referentin der Ombudspersonen Wissenschaft.
Wissenschaftliche Erfahrung und persönliche Unabhängigkeit verbinden sich damit mit professioneller institutioneller Unterstützung.
Aus EoE-Engagement wird institutionelle Struktur
Das Engagement der Emeriti of Excellence wirkte über die unmittelbare Ombudsarbeit hinaus strukturbildend. Das zunächst im Umfeld der Emeriti of Excellence aufgebaute und betreute Ombudswesen erhielt mit der Exzellenzstrategie ab 2019 eine eigenständige organisatorische Verankerung im neu geschaffenen TUM Compliance Office. Das TUM Compliance Office ist dem Hochschulpräsidium zugeordnet und arbeitet weisungsunabhängig.
Prof. Angelika Görg, zuvor selbst stellvertretende Ombudsperson, wurde 2020 zur ersten Vice President Compliance der TUM berufen und prägte den Aufbau der neuen institutionellen Struktur. Prof. Joachim Heinzl unterstützte diesen Aufbau von 2020 bis 2025 als beratendes Mitglied im TUM Compliance Office.
Zum 1. November 2025 übernahm Prof. Christian Peschel das Amt. Auch er ist TUM Emeritus of Excellence und war zuvor Ombudsperson für Respect.
„Gutes Compliance-Management ist präventiv“ – Interview mit Prof. Angelika Görg in Forschung & Lehre

Angelika Görg
Stv. Ombudsperson
2016–2019
Vice President
Compliance
2020–2025

Christian Peschel
Ombudsp. Respect
2023–2025
Vice President
Compliance
seit 2025
Weitere Vertrauensfunktionen im TUM Compliance Office
Auch über das Ombudswesen hinaus übernehmen Emeriti of Excellence besondere Vertrauensfunktionen der Universität. Seit 2024 ist Prof. Winfried Nerdinger Antisemitismusbeauftragter der TUM.

Winfried Nerdinger
Antisemitismusbeauftragter der TUM
seit 2024




