Professor Winfried Petry | Lehrerfortbildung zu Plasmaphysik und Kernfusion 2026
Aktuelles, Petry |

Oben: Stellarator in Greifswald während der Bauphase
(Foto: MPI für Plasmaphysik, Anja Ullmann).
Unten: Blick in das Plasmagefäß von ASDEX Upgrade in Garching
(Foto: MPI für Plasmaphysik/Jan Hosan)
Seit nahezu fünf Jahrzehnten bietet das Edgar-Lüscher-Seminar eine Plattform für den direkten Austausch zwischen Schule und Forschung. Aktuelle Entwicklungen der Physik werden im Dialog diskutiert und so die Verbindung zwischen Wissenschaft und Schule lebendig gehalten.
Der diesjährige Schwerpunkt auf Plasmaphysik und Fusion verbindet physikalische Grundlagen mit technologischen Konzepten und konkreten Umsetzungsfragen. Behandelt werden magnetische Einschlussverfahren wie Tokamak und Stellarator, Ansätze der Trägheitsfusion, Fragen des Tritiumbrütens und -kreislaufs sowie die physikalischen und ingenieurtechnischen Anforderungen an ein mögliches Fusionskraftwerk.
Mit Proxima Fusion ist auch ein Unternehmen vertreten, das das Ziel verfolgt, einen auf dem Stellarator-Konzept basierenden Demonstrator für ein Fusionskraftwerk zu entwickeln. Damit wird eine Perspektive eingebracht, die aktuelle Forschungsansätze mit technologischen Entwicklungsfragen verbindet.
Die wissenschaftliche Leitung der Lehrerfortbildung liegt bei Prof. Peter Müller-Buschbaum und Prof. Winfried Petry, beide ehemalige Wissenschaftliche Direktoren der TUM Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II). Das von ihnen konzipierte Programm vereint Beiträge aus dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, aus verschiedenen universitären Einrichtungen – darunter die Technische Universität München – sowie aus der Industrie.
Unterstützt wird das Seminar von der TUM Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II). Die Schirmherrschaft übernimmt Prof. Thomas F. Hofmann, Präsident der Technischen Universität München. Veranstalter ist der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Niederbayern in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Zwiesel.