Professor Winfried Nerdinger warnt vor dem Verlust der festen Präsenz des Architekturmuseums der TUM in der Pinakothek der Moderne
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Prof. Dr.-Ing. Winfried Nerdinger, TUM Emeritus of Excellence und langjähriger Direktor des Architekturmuseums der TUM warnt vor den möglichen Folgen der Reformvorschläge und setzt sich dafür ein, dem Architekturmuseum auch künftig einen eigenständigen und dauerhaft sichtbaren Platz in der Pinakothek der Moderne zu sichern.
Nach Einschätzung von Prof. Winfried Nerdinger würden die vorgeschlagenen Veränderungen die öffentliche Sichtbarkeit und die Arbeitsmöglichkeiten des Architekturmuseums der TUM erheblich reduzieren. Ohne den Status als fester Teil der Pinakothek der Moderne und ohne dauerhaft gesicherte eigene Präsentationsräume innerhalb des Museums würde die Möglichkeit, als "Schaufenster der TUM" öffentlich zu wirken, massiv eingeschränkt. Das Architekturmuseum hätte zudem größte Schwierigkeiten, internationale Leihgaben zu erhalten und Kooperationen zu realisieren sowie Architektur dauerhaft als kulturell und gesellschaftlich prägende Disziplin im öffentlichen Diskurs zu verankern.
Die Wurzeln des Architekturmuseums reichen bis in das Jahr 1868 zurück. Aus der historischen Architektursammlung baute Prof. Winfried Nerdinger seit 1975 schrittweise eine Sammlung mit Ausstellungs-, Forschungs- und Museumsfunktion auf. Als erster Direktor formte er ein international anerkanntes Architekturmuseum, das aufgrund dieser Erfolge 2002 mit eigenen Räumen in der Pinakothek der Moderne etabliert wurde.
Heute zählt das Architekturmuseum der TUM zu den bedeutendsten Einrichtungen der Architekturvermittlung im deutschsprachigen Raum. Mit seinen Sammlungen, Ausstellungen und wissenschaftlichen Aktivitäten macht es Baukultur, Architekturgeschichte und aktuelle Fragen des Planens und Bauens einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.
Weiterführende Informationen
- Weißbuch der Reformkommission Museumsoffensive (PDF | 8 MB)
- Weißbuch „Museumsoffensive“ und Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst
- BR24: „Fit für die Zukunft? Bayerns Staatsmuseen werden neu organisiert“
- Süddeutsche Zeitung: „Große Reform der staatlichen Museen: Welche Häuser verschwinden werden“