Professor Holger Magel im BR-Interview | Behördenverlagerung und ihre Wirkung im ländlichen Raum
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Professor Holger Magel, Gründer und Ehrenpräsident der Bayerischen Akademie Ländlicher Raum, rückt im Interview die längerfristigen Effekte für die Regionalentwicklung in den Mittelpunkt. Während die Diskussion häufig auf Kosten und Effizienz fokussiert sei, zeigten sich die Wirkungen dezentraler Behörden vor allem über mehrere Jahre hinweg in den betroffenen Regionen. Holger Magel, der als damaliger Leiter der Verwaltung für Ländliche Entwicklung den Prozess aus eigener Erfahrung kennt, verweist auch auf die Kritik an den Kosten einzelner Neubauten – etwa in Höhe von rund 44 Millionen Euro. Entscheidend seien jedoch die langfristigen regionalen Effekte für Nahversorgung, Infrastruktur und den Zuzug junger Familien.
Am Beispiel des Amtes für Ländliche Entwicklung in Tirschenreuth beschreibt Holger Magel den Wandel von anfänglicher Skepsis zu einem etablierten Standort. Inzwischen arbeiten dort überwiegend Fachkräfte aus der Region. Zusätzliche Einrichtungen und berufliche Perspektiven tragen dazu bei, dass junge Menschen vor Ort bleiben oder in die Region zurückkehren.
Gleichzeitig hebt Holger Magel die Bedeutung persönlicher Zusammenarbeit hervor. Gerade in der ländlichen Entwicklung sind Beteiligungsprozesse, Abstimmungen und Leitbilddiskussionen auf den direkten Dialog angewiesen. Telearbeit kann einzelne Aufgaben erleichtern, ersetzt jedoch nicht den Austausch „Mensch zu Mensch“.
Das vollständige Interview bei BR24 ist hier abrufbar.
Ein weiterführender Beitrag von Holger Magel zur Behördenverlagerung erschien in der Bayerischen Staatszeitung am 24. Januar 2020:
„Ein unübersehbares Signal für ein Leben mit Zukunft“.
Weitere Informationen zu Holger Magel
Professor Holger Magel ist Gründer und Ehrenpräsident der Bayerischen Akademie Ländlicher Raum. Als langjähriger Leiter der Verwaltung für Ländliche Entwicklung in Bayern prägte er die Entwicklung ländlicher Regionen und die Diskussion zu Regionalentwicklung, Raumplanung und Bürgerbeteiligung maßgeblich.