Professor Hans Hauner zur Rolle von Kohlenhydraten im Stoffwechsel
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Der Beitrag greift den verbreiteten Mythos auf, Kohlenhydrate machten grundsätzlich dick, und stellt ihm eine differenzierte ernährungsmedizinische Perspektive gegenüber. Entscheidend ist demnach nicht der pauschale Verzicht auf Kohlenhydrate, sondern ihre Qualität, ihr Verarbeitungsgrad und das Verhältnis von Energieaufnahme und Energieverbrauch.
Prof. Hauner verweist insbesondere auf stark verarbeitete, kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Weißmehlprodukte, Süßgebäck oder zuckerreiche Getränke. Sie werden vom Körper schnell aufgenommen, können den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen lassen und Hunger sowie Heißhunger begünstigen. Ballaststoffreiche, weniger stark verarbeitete Kohlenhydrate bleiben dagegen wichtige Energielieferanten und tragen zu Sättigung und Verdauung bei.
Ein weiterer Aspekt des Beitrags ist die Wirkung resistenter Stärke. Sie kann entstehen, wenn stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln, Reis oder Nudeln gekocht und anschließend abgekühlt werden. Resistente Stärke wird im Dünndarm nicht vollständig verdaut, wirkt ähnlich wie Ballaststoffe und kann dazu beitragen, dass der Blutzucker langsamer ansteigt. Damit zeigt der Beitrag auch, dass nicht nur die Auswahl, sondern auch die Zubereitung und Lagerung kohlenhydratreicher Lebensmittel für ihre Stoffwechselwirkung relevant sein kann.
Zum Artikel in der WELT vom 16. Juni 2026:
Wie Kohlenhydrate unseren Stoffwechsel wirklich beeinflussen