Professor Winfried Nerdinger | Architekturmuseum der TUM bleibt fester Bestandteil der Pinakothek der Moderne
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Im Juli 2026 hatte die Reformkommission „Museumsoffensive“ eine Neuordnung der staatlichen Museen und Sammlungen in Bayern vorgeschlagen. Wie wir damals berichteten, war das Architekturmuseum der TUM darin nicht mehr als fester Bestandteil der Pinakothek der Moderne vorgesehen. Professor Winfried Nerdinger warnte vor den Folgen für die öffentliche Sichtbarkeit und die Arbeitsmöglichkeiten des Museums. Er setzte sich daraufhin auch in Gesprächen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Bayerischen Landtag für die dauerhafte Verankerung des Architekturmuseums in der Pinakothek der Moderne ein. Sein Anliegen fand breite Unterstützung, auch aus der Fachwelt.
Nun hat das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst die geplante Neuordnung in einem entscheidenden Punkt geändert: In der aktuellen Mitteilung des Ministeriums heißt es, das von der TUM getragene Architekturmuseum solle „wie bisher […] auch in Zukunft ein fester und integraler Bestandteil der Pinakothek der Moderne bleiben“. Zugleich sollen bei einer stärkeren Zusammenarbeit und flexibleren Nutzung der Räume das eigenständige Profil und die Sichtbarkeit der beteiligten Museen gewährleistet werden.
Für Professor Winfried Nerdinger ist diese Entscheidung eng mit seinem Lebenswerk verbunden. Seit 1975 baute er die historische Architektursammlung der TUM systematisch zu einer Sammlung mit Ausstellungs-, Forschungs- und Museumsfunktion aus. Als erster Direktor entwickelte er das Architekturmuseum zu einer international anerkannten Einrichtung; 2002 erhielt es eigene Präsentationsräume in der neu eröffneten Pinakothek der Moderne.