Die Zukunft beginnt mit einer Idee: Professor Wolfgang M. Heckl im Gespräch mit Dr. Whatson beim European Inventor Award 2026
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Prof. Wolfgang M. Heckl leitet die internationale Fachjury des European Inventor Award seit über zehn Jahren. Gemeinsam mit den weiteren Jurymitgliedern wählt er aus mehreren hundert Einreichungen diejenigen Erfinderinnen und Erfinder aus, deren Entwicklungen besondere Wirkung entfalten. Im Gespräch erläutert Prof. Heckl, warum bahnbrechende Innovationen weit mehr erfordern als technisches Können: Neugier, Beharrlichkeit, Teamarbeit und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Er betont dabei, dass große Erfinder häufig eine besondere Bescheidenheit auszeichnet, weil sie die Komplexität der Natur erkennen und wissenschaftlicher Fortschritt heute vor allem im Team entsteht.
Als langjähriger Generaldirektor des Deutschen Museums schlägt Prof. Heckl im Gespräch eine Brücke von Oskar von Miller, der 1882 die erste Stromübertragung von Miesbach nach München realisierte, zu aktuellen Herausforderungen moderner Stromnetze. Am Beispiel des diesjährigen Lifetime-Achievement-Preisträgers Prof. Rainer Marquardt, der für die Entwicklung des Modular Multilevel Converters ausgezeichnet wurde, zeigt sich, welche Bedeutung moderne Leistungselektronik heute für Elektrifizierung, Energiewende und die Energieversorgung der Zukunft hat.
Ein besonderes Anliegen ist Prof. Heckl die Förderung junger Erfinderinnen und Erfinder. Mit Blick auf den Young Inventor Prize, der 2027 in Wien verliehen wird, ermutigt er junge Menschen, ihre Ideen konsequent weiterzuverfolgen und sich nicht entmutigen zu lassen. Anders als beim European Inventor Award ist für den Nachwuchspreis noch kein Patent erforderlich. Entscheidend sind die Idee und ihr Potenzial, einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten.
Das Gespräch vermittelt einen anschaulichen Einblick in die Arbeit der Jury, die Bedeutung von Patenten für Innovationen und die Verantwortung von Wissenschaft und Technik für die Zukunft Europas. Zugleich zeigt es Prof. Wolfgang M. Heckl in einer Rolle, die exemplarisch für die Senior Excellence Faculty steht: als international vernetzten Wissenschaftler, Brückenbauer zwischen Forschung, Technikgeschichte und Gesellschaft sowie engagierten Förderer der nächsten Generation von Erfinderinnen und Erfindern.
▶ Zum Gespräch mit Prof. Wolfgang M. Heckl im YouTube-Livestream
(ab Minute 1:42:27, Dauer: rund 18 Minuten)