Heiner Bubb

Prof. Dr.

Ehemaliger Ordinarius für Ergonomie
TUM School of Engineering and Design

geb. 12.04.1943

bubb(at)tum.de

TUM Emeritus of Excellence Heiner Bubb im Interview

"Die Ehrung durch die TUM erfüllt mich mit Stolz"

Heiner Bubb ist einer der bedeutendsten Forscher auf dem Gebiet der Fahrzeugergonomie. Mit seinen Lösungen zur menschgerechten Gestaltung von Maschinen hat er Generationen von Fahrzeugen geprägt. Als TUM-Student hätte er sich das niemals erträumen lassen. [lesen Sie mehr]

Wissenschaftliche Arbeit

Heiner Bubb ist einer der bedeutendsten Forscher auf dem Gebiet der Fahrzeugergonomie. Mit seinen Lösungen zur menschgerechten Gestaltung von Maschinen hat er Generationen von Fahrzeugen geprägt.

Bereits mit seiner Doktorarbeit entwickelte Heiner Bubb das sogenannte kontaktanaloge Head-Up-Display (HUD), bei dem der Nutzer seine Kopfhaltung und Blickrichtung beibehalten kann, da die Informationen direkt in sein Sichtfeld projiziert werden. Die Lösung, die Heiner Bubb damit bereits 1975 aufzeigte, kommt heute weltweit in Autos oder Flugzeugen zum Einsatz.

Knapp zwei Jahre später beschäftigte er sich in seiner Habilitation mit der Ergonomie des Mensch-Maschine-Systems. U.a. lieferte er die theoretischen Grundlagen, wie seitens des Verständnisses und der Bedienung mit den erst heute aufkommenden Fahrerassistenzsystemen, die teilautonom oder autonom in Antrieb und Steuerung eingreifen oder vor Gefahrensituationen warnen, umzugehen ist.

Wegweisend war schließlich auch Heiner Bubbs Vision eines rechnergestützten ergonomischen Menschmodells, das wie eine virtuelle Versuchsperson ergonomische Erkenntnisse jederzeit und jedermann verfügbar macht. Im Rahmen eines Forschungsprojektes war Heiner Bubb federführend bei der Entwicklung des 3D-Menschmodells RAMSIS (Rechnergestütztes Anthropometrisch-Mathematisches System zur Insassen-Simulation) beteiligt. Heute verwenden weltweit 80 Prozent aller Automobilfirmen das Modell, um ihre Fahrzeuge so zu gestalten, dass das Risiko menschlichen Fehlverhaltens zunehmend minimiert werden kan

 

Kurzbiographie

1962 - 1968 Studium der technischen Physik, TUM
1975 Promotion am Institut für Ergonomie, TUM
1978 Habilitation zum Thema Mensch-Maschine-System, TUM
1980 Berufung als Professor am Institut für Ergonomie, TUM
1985 - 1993 Professor für Arbeitswissenschaften, Katholische Universität Eichstätt
1987 - 1990 Dekan der Philosophisch-Pädagogischen Fakultät, Katholische Universität Eichstätt
1991 - 1993 Senatsmitglied, Katholische Universität Eichstätt
1993 - 2009 Ordinarius für Ergonomie, TUM
2005 - 2007 Studiendekan und Sprecher der Studiendekane, TUM
seit 2019 Ombudsperson, TUM

 

Mitgliedschaften und Auszeichnungen

1986 - 2008: Vorsitzender des VDI Arbeitskreises „Menschliche Zuverlässigkeit“

1997 - 2003:  Vorstandsmitglied, Präsident und Vize-Präsident der Gesellschaft für Arbeitswissenschaften (GfA)

2001 - 2010: Gründung und Vorsitzender des ECN (Ergonomie Kompetenz Netzwerk)

2008: Fellow der IEA (International Ergonomic Association)

2008: Ehrenmedaille des VDI

2010: Ehrenmitglied des ECN

2012: Ehrenzeichen des VDI

2019: Ehrenmitgliedschaft der GfA