Gesamtprogramm der Reihe
Bevorstehende Termine
- 28.01.2026 Winfried Nerdinger
- 16.12.2025 Klaus Mainzer
- 04.12.2025 Daniel Cremers
Vergangene Vorträge (bis 01.12.2025)
- 26.11.2025 Henry Keazor
- 11.11.2025 Gerhard Preußer
- 15.10.2025 Michael Jaeger
- 30.09.2025 Wilhelm Vossenkuhl
Als Präsident der Akademie führt Prof. Nerdinger in die jeweiligen Vorträge der Reihe ein.
16.12.2025, 19 Uhr – Klaus Mainzer
Wie kreativ und authentisch ist die KI?
Mit Klaus Mainzer bringt ein Emeritus of Excellence der TUM die philosophische Achse ein. Er untersucht, welche Anteile menschlicher Kreativität angesichts algorithmischer Verfahren unverzichtbar bleiben und wie Verantwortung, Autonomie und Ausdruckskraft neu vermessen werden müssen. Seine Position verbindet systematisch, was Cremers technisches Fundament und Keazors kunsthistorische Diagnose vorbereitet haben.
Zum Vortrag auf der Website bei der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
28.1.2026 – Winfried Nerdinger
Wahrheit und Lüge in der Architektur
Ausgehend von den Kontroversen um die Rekonstruktion des Berliner Hohenzollernschlosses untersucht Winfried Nerdinger die Zuschreibung von Wahrheit und Lüge in der Architektur. Der in den Medien geprägte Begriff der „Schlosslüge“ verweist auf eine verbreitete Annahme: Architektur gilt als „wahr“, wenn sie als zeitgemäß erscheint, während Rekonstruktion als Täuschung gelesen wird.
Nerdinger verfolgt diese moralische Aufladung architektonischer Formen historisch zurück – bis zu Marc-Antoine Laugiers Idee „wahrer Prinzipien der Architektur“ – und stellt die grundsätzliche Frage, ob Architektur überhaupt wahr oder falsch sein kann oder ob solche Kategorien Ausdruck ungelöster Wert- und Geschichtsvorstellungen sind.
Der link zum Vortrag auf der Website bei der Bayerischen Akademie der Schönen Künste folgt in Kürze
4.12.2025, 19 Uhr – Daniel Cremers
Wahrheit und Täuschung in der Künstlichen Intelligenz: Rekonstruktion und Halluzination vierdimensionaler Welten
Daniel Cremers zeigt die technische Seite der aktuellen Umbrüche. Als Professor an der TUM demonstriert er, wie KI aus Bild- und Sequenzdaten präzise räumlich-zeitliche Modelle erzeugt und gleichzeitig künstliche Welten halluziniert, die mit keiner Realität korrespondieren. Diese Doppelrolle der KI – Erkenntnisinstrument und Mit-Schöpferin – markiert einen Kernpunkt der Reihe und berührt unmittelbar Fragen, die die SEF in Forschung, Ethik und Wissenschaftskommunikation beschäftigen.
Zum Vortrag auf der Website bei der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
Der Eintritt zu allen Vorträgen ist kostenfrei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Ort: Bayerische Akademie der Schönen Künste, Max-Joseph-Platz 3, 80539 München
Link zur Website der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
Bild auf der Übersichtsseite: Julian van Diekens, KI-Neuschöpfung des ›Mädchens mit dem Perlenohrring‹